Was ist Anarcho-Transhumanismus?

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Aus der philosophischen Denkrichtung des Transhumanismus ergeben sich unterschiedliche Formen. Im Folgenden wird darüber aufgeklärt, was Anarcho-Transhumanismus ist und wie er sich von den anderen Arten unterscheidet.

Bedeutung des Transhumanismus

Es handelt sich um eine Denkrichtung in der Philosophie, die die Grenzen der Möglichkeiten des Menschen in Bezug auf intellektuelle, psychische und physische Faktoren erweitern möchte. Dies soll mithilfe von technologischen Verfahren erfolgen. Es wird angenommen, dass die Werte und Interessen zu einer „Verpflichtung zum Fortschritt“ führen.

Die Wurzel des Transhumanismus soll der Renaissance-Humanismus sein. Als möglicher Ahnherr gilt der deutsche Philosoph und Philologe Friedrich Nietzsche. Ebenso wichtig ist der Biologe Julian Huxley, der den Transhumanismus in seinem Buch New Bottles for New Wine definierte. Er erklärte, dass die Menschheit sich als Ganzes weiterentwickeln könne und der Transhumanismus ein geeigneter Begriff für diesen Glauben ist. Der Mensch bleibt Mensch, nutzt jedoch Innovationen und neue Möglichkeiten für Fortschritt.

Anarcho-Transhumanismus als Unterart

Der Anarcho-Transhumanismus beschäftigt sich mit dem Zusammenspiel aus sozialer und materieller Freiheit. Es wird angenommen, dass diese beiden von Natur aus miteinander verbunden sind. Somit ergibt sich, dass Freiheit eine Frage der Erweiterung unserer Möglichkeiten und Kapazitäten ist. Dazu gehört der Widerstand gegen die sozialen Kräfte, die Menschen unterwerfen und einschränken. Grund dafür ist die Bemühung, die menschliche Handlungsfähigkeit zu erweitern und Machtdynamiken zu hinterfragen.

Ebenfalls gehört dazu, frei von den willkürlichen Beschränkungen der Körper zu sein. Auf diese Weise soll es dem Menschen möglich sein, die Welt um ihn herum zu verändern und die maximale Gestaltungsfreiheit zu haben. Das führt zu einer Intensivierung und Verbesserung von den Beziehungen zueinander. Das Ziel ist die Chancengleichheit der Individuen, um die Selbstbestimmung zu realisieren.

Beispiele für Anarcho-Transhumanismus

Es kann ein Kampf sein, frei zu leben. Zu der Philosophie gehört auch das Wissen, dass der Wille zu Wahlmöglichkeiten wie Geburtenkontrolle oder Geschlechtsumwandlungen derselbe Wille ist, der Arbeiter organisieren und Gefängnisse in Brand setzen kann. Dazu gehört ebenfalls, die Begrenzungen auf Geschlecht, Genetik und frühere menschliche Erfahrungen zu überwinden. Die Menschen sollen dafür kämpfen, ihre volle Entwicklung zuzulassen, um das zu werden, was sie wollen.

Generell sollten sämtliche Umstände hinterfragt werden, die zu einer Einschränkung führen können und dazu, dass die Menschen regiert werden. Wenn Werkzeuge und Wege vorhanden sind, das Leben zu verbessern, sollten diese auch eingesetzt werden, damit beispielsweise niemand hungern muss und Knappheiten beseitigt werden. Menschen sollen sich aktiv mit den Umweltbedingungen auseinandersetzen. Sie sollen sich wachsam mit der Natur beschäftigen, anstatt sie zu schädigen.

Umstrittene Aspekte und Kritik des Transhumanismus

Die Kritik der philosophischen Strömung konzentriert sich in erster Linie auf die technologische Entwicklung und die Realisierbarkeit der Zukunftsprognosen. Manche Wissenschaftler argumentieren, dass viele der Technologien niemals umgesetzt werden können.

Auch ethische Fragen stellen sich: Kritiker werfen dem Transhumanismus vor, sich auf technologische Entwicklung zu verlassen, ohne alle dazugehörigen ethischen Aspekte zu hinterfragen. Humanisten sehen zusätzlich Probleme im dargestellten Menschenbild, das für sie zu simpel dargestellt wird.

 

 

 

Danke für das Foto an KELLEPICS von Pixabay.

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