Am 25. Dezember 2021 startete das Weltraumteleskop ins All. Ziel ist es, die Frühzeit des Universums zu untersuchen. Oft wird es als eine Art Nachfolger des Hubble-Weltraumteleskops gesehen, das über 30 Jahre lang zuverlässig arbeitete und spektakuläre Bilder erzeugte. Nun wurde das erste Testbild mit dem James-Webb-Weltraumteleskop gemacht und verspricht hervorragende Daten.

Erste Aufnahme

Inzwischen wurde das erste Testbild mit dem Weltraumteleskop geschossen, welches auf den Stern 2MASS J17554042+6551277 gerichtet war, der mittig im Bild zu erkennen ist. Auch andere Galaxien und Sterne befinden sich auf dem Foto. Bemerkbar macht sich die rötliche Färbung des Bildes, die durch einen Rotfilter entstanden ist. Dieser ermöglicht einen besseren Kontrast der Infrarotfotos.

In einer Pressemitteilung der amerikanischen Weltraumbehörde NASA wurde bekanntgegeben, dass das Testbild überzeugte und die Wissenschaftler begeisterte. Die Optik und die NIRCam seien vielversprechend empfindlich. Jeder der eingebauten optischen Parameter wurde überprüft. Für das Foto wurden 18 Reflexionen desselben Sterns aufgenommen. Die Punkte wurden feinabgestimmt und zusammengesetzt, wobei die Erwartungen erfüllt oder sogar übertroffen wurden.

Anfängliche Probleme mit Hubble

Bei den neuesten Überprüfungen und Tests des James-Webb-Weltraumteleskops wurden weder Verunreinigungen noch kritische Probleme entdeckt. Das ist nicht selbstverständlich, denn die Anfangsphase des Hubble-Weltraumteleskops war weniger erfolgreich und sorgte für schlechte Schlagzeilen in Bezug auf die NASA.

Als Hubble an den Start ging, gab es einen unbemerkten Fehler im Schliff des Hauptspiegels, Hubble hatte also einen Sehfehler und war kurzsichtig. Zurückzuführen war dies auf einen Justierungsfehler bei der optischen Testeinrichtung. Mit diesem Gerät wurde die Form des Spiegels regelmäßig kontrolliert und anschließend durch Schleif- und Polierarbeiten angepasst. Dieser Fehler sorgte dafür, dass 85 Prozent des eingefangenen Lichtes nicht scharf in der Brennebene abgebildet werden konnten.

Durch fünf aufwändige Außeneinsätze konnten Astronauten den Sehfehler durch die Befestigung einer Brille an Hubble korrigieren. Auch andere Bauteile wurden ersetzt. Anschließend hatten die Bilder eine exzellente, scharfe Auflösung.

Besonderheiten des Webb-Teleskops

Keines der bisherigen Weltraumteleskope war so leistungsstark und groß wie das Webb-Teleskop. Es startete an Bord einer Ariane-5-Trägerrakete aus Französisch-Guyana am europäischen Weltraumbahnhof Kourou. Der Flug zum Ziel dauerte vier Wochen lang. Dabei folgten unterschiedliche Schritte aufeinander, wie das Ausfahren der Spiegelsysteme oder das Aufklappen des Sonnenschutzes. Das Teleskop soll Aufschlüsse über den Urknall vor 13,8 Milliarden Jahren geben.

Auf der Erde existieren mehrere Teleskope, die aus segmentierten Primärspiegeln bestehen. Das Webb-Teleskop ist aber das erste dieser Art, das vom All aus arbeitet. Das bietet Vorteile, wie beispielsweise das Fehlen der Lichtverschmutzung.

Zukunft des Webb-Teleskops

Es wird noch Monate dauern, bis die ersten echten Bilder gemacht werden. Punkte müssen neu arrangiert und feinabgestimmt werden. Trotzdem macht das Testbild optimistisch, gute Daten zu erhalten, um neue wissenschaftliche Entdeckungen zu machen. So soll das Universum besser verstanden werden und ermöglichen, in die Zeit zurückzublicken.

In den nächsten Wochen wird an der Feinjustierung gearbeitet. Dabei geht es nicht nur um die NIRCam, sondern auch um den Near Infrared Spectograph, den Near InfraRed Imager, den Sliteless Spectrograph und das Mid-Infrared. Durch einen Algorithmus werden die Instrumente überprüft, damit die genauen Korrekturen berechnet werden können. Der letzte Schritt befasst sich mit der Ausrichtung, sodass kleine Fehler in der Positionierung der Spiegel behoben werden können.

 

 

Danke an BlenderTimer von Pixabay für das Foto.

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