Der Tod hat viel zu tun. Rezension zum Buch von Markus Zusak: Die Bücherdiebin

1 min Lesezeit

Und noch ein Buch über den Krieg: Das Buch „Die „Bücherdiebin“ des Autors Markus Zusak, der 1975 in Sydney geboren wurde. Was kann er über Nazi-Deutschland Neues erzählen? Mithilfe von Erinnerungen der aus Deutschland nach Australien übersiedelten Verwandten, mit eigener Vorstellungskraft und sehr bildlicher Sprache hat der Schriftsteller eine bewegende Geschichte gezaubert.

Im Originalausgabe ist dieses als Jugendbuch geschriebene literarische Werk über 15 Jahre alt. Fast 600 Seiten berichten, wie das Leben in Nazi-Zeit schmeckt. Es schmeckt nach Tod, nach Hunger, nach Angst. Es schmeckt nach dünner hässlicher Erbsensuppe und harte grüne saure gestohlene Äpfel. Durch Fettgedrückte kommt der Tod persönlich zum Wort, er ist in dem Roman ein schwer beschäftigter feinfühliger Mann. Er liebt, beobachtet, trägt die Seelen in seinen Armen weit weg vom Schrecken des Lebens.

Seit Januar 1939 und bis Sommer 1945 begleitet der Tod das achtjährige deutsche Mädchen Liesel Memminger. Sie ist Tochter zweier Kommunisten. Der Vater ist tot, die Mutter soll ihre zwei Kinder zu einer Pflegefamilie zu einem Vorort von München bringen. Durch diesen Ort führt auch der Weg des Leidens nach Dachau.

Der vierjährige Junge stirbt unterwegs im Zug. Bei der Beerdigung des Bruders stiehlt das Mädchen ihr erstes Buch „Handbuch für Totengräber“. Das Kind kann nicht lesen, aber das ist das einzige, was das Mädchen besitzt. Mit der Hilfe dieses Buches lernt sie bald das Lesen.

Ihre leibliche Mutter wird Liesel nie mehr sehen. Das Kind lebt jetzt in der Familie Hubermann und soll ihre Pflegeeltern Mama und Papa nennen, bekommt neue Freunde, die auch vom Tod ständig beobachtet werden.

Ein unglaubliches Entsetzen über alle beschriebene Ereignisse, Tränen und Mitgefühl sind bei allen Lesern unvermeidlich.

Das ist ein Must-Read für alle!

1 Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.