Charlie Hebdo gegen die islamische Welt: Es gibt keine totale Meinungsfreiheit

Alles hat seine Grenze. Auch Liebe, Hass und Meinungsfreiheit. Die eigene Freiheit endet dort, wo das Leid des anderen anfängt. Böses Wort und böses Bild sind auch Waffen und können Menschen verletzen.

Ich finde manche Bilder von Charlie Hebdo überhaupt nicht lustig. Zum Beispiel die Karikaturen des dreijährigen toten muslimischen Jungens, dessen Leiche auf einem Strand in der türkischen Stadt Bodrum gefunden wurde. Das kann doch niemanden zum Lachen bringen. Genauso wenig amüsant war der Humor über den Tod von mehr als 200 Menschen des russischen Flugzeugs A 323 in 2015, als eine Bombe in der Maschine explodierte.

Das Veröffentlichen von Mohammed-Karikaturen hat die Redaktion von Charlie Hebdo mit mehreren Leben bezahlt. Jetzt musste auch ein Lehrer sterben, weil er über die Karikaturen im Kontext der Meinungsfreiheit sprach. Aber Ist die Meinungsfreiheit wirklich wichtiger als die Gefühle von Menschen? Man muss doch beachten, dass Muslime (10 Mio in Frankreich) eine andere Einstellung zu ihrem Glauben haben. Wäre es nicht vernünftiger in solchen Fällen einfach die Klappe zu halten?

Islam ist nicht gleich Terrorismus. Friedliche Muslime bleiben doch auf unserer Seite, wenn sie nicht ständig provoziert werden. Zuerst mit Karikaturen ihres Propheten Mohammed als Lehrbeispiel und dann mit Worten von Präsident Macron, dass “lustige Bilder” von Charlie Hebdo im Namen der Meinungsfreiheit weiter verbreitet werden.

Ich klatsche keinen Beifall – ich bin traurig, dass die tödliche Lawine über Frankreich und dann vielleicht über ganz Europa samt gehässiger Karikaturen einbricht.

Anmerkung: Dieser Artikel ist ursprünglich am 30. Oktober 2020 veröffentlicht worden.

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